Showing posts with label Geheimtipp. Show all posts
Showing posts with label Geheimtipp. Show all posts

Monday, February 3, 2014

Endlich wieder Neuigkeiten!

Hiho, meine lieben Freunde!

Ja, es gibt mich noch. Und diesen blog natürlich auch. Und einen guten Vorsatz: Ab sofort wieder ein wenig mehr posten, wenn vielleicht auch etwas kürzer, über all die wundervollen Sachen, die einem leider gar schon viel zu oft als alltäglich erscheinen – das freundliche Lächeln fremder Menschen auf offener Straße, das feine lunsjen mit netten Arbeitskollegen unter Kokospalmen, das entspannte Chillaxen an freien Tagen an unschlagbaren Sandstränden bei blauem Himmel… jaja, es gibt eigentlich stets recht viel zu berichten.



Was nicht ganz Gewöhnliches zuerst: HAPPY BIRTHDAY, lieber Bruder Kevin! J Feier ordentlich in deiner neuen Bude in Kreuzlingen mit deinen beiden Mitbewohnerinnen, Pauli-G., den Eltern, den Hockeykumpanen etc. Hat mich sehr gefreut, vorhin mit dir zu plauschen. J



Ebenfalls nicht ganz alltäglich: Urlaub letzte Woche. ;) Ganze drei Tage habe ich mir im Verlauf des Januars zusammen gespart, durch zahlreiche sonntägliche Einsätze in Khao Sok – u.A. als Campleiter. ;)

Joar. Daraufhin haben Kong und ich unsere Badesachen gepackt und sind nach Khanom gedüst. Ein bislang wenig entdeckter Ort am thailändischen Golf, nur 1h östlich von Surat Thani. Mit 12km weißem Sandstrand. ;) Insider muss man sein.



Wir also drei Tage schön ans Meer. Und weil das nicht so arg oft vorkommt, auch gleich den dicksten Bungalow direkt am Strand gemietet.



Im Nobelresort mit Infinity Pool. Wer kann, der darf, sag ich mal.



Mit dem gemieteten Scooter den Strand entlang gebraust, bis hin zum Seafood-Restaurant, und dort festlich für nen knappen Tausender getafelt. Mensch ist das Leben klasse.



Viel gechillt wurde. Fruitshakes geschlürft. Den flammenden Reden des Oppositionsführer Suthep im Fernsehen gelauscht, seine Pläne vernommen, Bangkok lahm zu legen und die eigentlich gestern statt findende Wahl zu boykottieren. Bei der boomenden Kokosnussproduktion zu geschaut.



Auf den im Boden gerammten spitzen Speer im Boden wird die Kokosnuss draufgehauen, und zwar so geschickt, dass sich der Speer an der Steinfrucht vorbei durch die Schale bohrt. Schale und Frucht werden auseinander klambüsert – und pro Kokosnuss gibt es einen halben Baht! Wer von euch würde dafür einen Finger krümmen? Noch dazu unter sengender Sonne, den ganzen Tag lang im Stehen?



Da ging es uns schon besser. Wir haben nur konsumiert. Gegessen wurde natürlich auch reichlich. Das ist Teil der Thai Kultur.



Ein sehr wichtiger Teil. ;)



Joar.  Und bisweilen sitzt man einfach nur untätig da, starrt hinaus in die scheinbar unendlichen Weiten des Ozeans und genießt…


…genau, den Sonnenaufgang – wir sind hier ja schließlich an der Ostküste, ne? ;)


Sodala. Nun seid ihr wieder ein wenig auf dem Laufenden.

Nebenher feiern man im nahe gelegenen Wat Chalong das chinesische Neujahr mit lauten Konzerten, ich kann in meinem Zimmer mitfeiern. Dennoch konnte ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, dort am Samstag ein wenig mit zu zelebrieren. Nebst viel Futter, Klamotten, Krimskrams und jahrmarktähnlichen Schießbuden das Highlight vom Volksfest: Miss Wet Contest. :D Nein, ich habe nicht das Wort T-Shirt vergessen... da sitzen tatsächlich leicht bekleidete Damen in einer Art Käfig über einem Wasserbecken - und wer per Tennisballwurf eine Zielscheibe trifft, löst damit einen Mechanismus aus, welcher den Damen den Boden unter dem Hintern wegzieht. *splash* *hahahaha* Auf so eine Idee muss man auch erst mal kommen...

Ich halte euch auf dem Laufenden!

Liebe Grüße,

der Chris

Tuesday, November 6, 2012

Wenn man vor lauter Blei das Zinn nicht mehr sieht…


Einer unserer Ausflüge geht nach Takua Pa. Wörtlich übersetzt bedeutet das „Bleiwald“, weil hier einst massive Bleivorkommen für ansehnlichen Wohlstand sorgten. (Eigentlich spielte Zinn eine wesentlich wichtigere Rolle, allerdings war das den Namensgebern offensichtlich nicht allzu wichtig…)

Nach einem kurzen Stopp am örtlichen Markt geht es mit dem Speedboat und einem Takua Tao (Tao = Fuß *g*) in Richtung Feigenbaumkanal. Der heißt so auf Grund seiner zahlreichen Feigenbäume. Dass faktisch allerdings die Anzahl an Nypapalmen überwiegt, scheint wieder einmal niemand auf die Zinnwaage zu legen… ^^
Die bis zu 9m hohen Blätter der Nypapalme - der Stamm verläuft unterirdisch.
Wir informieren unsere Gäste, dass es über 850 Arten von Feigenbäumen gibt – die interessanteste von ihnen ist meiner Meinung nach die Würgefeige. Nachdem sie ihre Wurzeln von einem Wirtsast hinab zu Boden gelassen hat, fasst sie dort Fuß, umschlingt ihren Wirtsbaum und hangelt sich an ihm nach oben. Zum Wachstum entzieht sie ihrem Wirtsbaum sämtliche Nährstoffe, sodass der arme Wirt am Ende qualvoll verendet – die Würgefeige obsiegt (in der Regel), produziert fleißig Früchte und wartet auf Affen und Vögel, auf dass diese ihre Samen zum nächsten Wirtsast tragen mögen… Mal wieder ein trauriger Beweis dafür, dass auch innen hohle Organismen überlebensfähig sind.

Nachdem wir also solch schaurige Märchen mit genussvollem Grinsen an ungläubige (und bisweilen auch unaufmerksame *g*) Gäste weitervermittelt haben, und im besten Falle im Vorbeifahren noch die eine oder andere Mangrovenschlange erspähen konnten, schmeißt der Captain die beiden 85 PS Yamaha-Motoren wieder an und wir düsen mit Volldampf zu unserer Dschunke.

Wer Lust hat, darf ein Stündchen in den Mangrovenwald hinein paddeln, Vögel, Schmetterlinge und Krebse sichten, anschließend fährt die Dschunke in Richtung Hat Pra Tong (Goldener Buddha Strand), während wir uns gierig über ein leckeres Mittagsbuffet hermachen. Und damit das Essen hinterher nicht bleischwer im Magen liegt, beginnen wir dann ein Verdauungsschwimmerchen an unserem persönlichen, privaten, kilometerlangen Sandstrand…

Willkommen in der Andamanensee - es ist noch Platz frei... ;)
 Und wenn Schwimmen allein zu langweilig wird, klettert man geschwind wieder aufs Boot hinauf und hüpft noch einmal hinunter. ^^

Wer hoch liegt der fällt tief.
Nur manchmal landet er dabei kopfüber im Glück. :)
Nachdem unsere Haut wieder eine gute Stunde brauner geworden ist, schwingen wir uns zurück aufs Speedboat und düsen zurück zum Pier. Von dort mit dem Van nach Hause. Schließlich müssen wir pünktlich um 5pm wieder im Camp sein, zur erntefrischen Wassermelone und den lokal produzierten Erdnüssen. Garantiert bleifrei. :)

Wednesday, October 31, 2012

Cheow Larn Lake – das Paradies im Paradies


Man glaubt es kaum. Da wähnt man sich bereits im Paradies, und ein hundsgewöhnlicher, routinemäßig in unserem Programm buchbarer Zweitagestrip lässt einen vom Glauben abfallen – auch im Paradies gibt es ein Paradies! Aber vielleicht fange ich besser vorne an…

Wir (Steffi, Om und ich) steigen zu einem badischen Pärchen in den Van. Ab geht der Trip. Los nach Cheow Larn.

Nach einer knappen Stunde machen wir Zwischenhalt an einem Aussichtspunkt, um den massiven Ratchaprapah-Staudamm zu bestaunen. 95m hoch und 700m lang ist der Bau, staut eine gewaltige Wasseroberfläche von 165qm auf –  doppelt so groß wie der Chiemsee! Er trägt seit knapp 30 Jahren einen Großteil dazu bei, dass Südthailand mit Hydroenergie versorgt werden kann. Zwar mussten für seinen Bau Tausende von Tieren ihr Leben lassen sowie ein komplettes Dorf umgesiedelt werden, aber davon spricht man heute kaum noch. Umweltschutz auf Kosten der Natur.

Massiver Damm - geht ganz hinten und hinter mir noch weiter!
Ein paar Fotos später bringt unser Van uns zum Pier. Wir steigen zu einem australischen Pärchen und zwei dänischen ladies, ebenfalls aus unserem Camp, ins Longtailboot. 45 Minuten wird es dauern, bis wir am thailändischen Guilin ankommen – eine interessante Kalksteinfelsformation, die nicht nur den Jahrmillionen, sondern auch den gewaltigen Wassermassen zu trotzen weiß.

Kennt jemand Guilin in China? Sieht das ähnlich aus?
Eine weitere halbe Stunde später steigt die Spannung: Hinter welcher Seebiegung versteckt sich wohl unser Camp?

Und – tataaaa – da ist es! :)

Zehn süße Zelte... wer mag eins haben? ;)
Erst mal in Ruhe einchecken, Mittagessen, und sich überlegen, was man mit den anstehenden vier Stunden Freizeit machen sollte. Ah, Moment, erst mal poste ich ein Foto vom Einchecken…

Die Innenansicht. Weg zum Wasser: Sprungweite.
Ich beginne zu lesen. Muss mich ja weiterbilden über Insekten, Reptilien, Säugetiere, Pflanzen, Geschichte, Wirtschaft… Erst im Liegestuhl, dann im Aufenthaltsbereich. Da entdeckt mich Steffi, und fordert mich prompt zu drei Partien Schach auf. Die letzte müssen wir allerdings leider abbrechen, da die Kayakexpedition beginnt – wir paddeln zwei gemütliche Stunden über den Stausee, stets auf der Suche nach Lebewesen. Ein glänzend blauer Eisvogel und ein neugieriger Fischadler begleiten uns; die Kurzschwanzmakaken bleiben am Zeltcamp zurück.

Die Sonne sinkt, die Dunkelheit bricht recht rasch über uns herein. Ein Glück, dass wir rechtzeitig zurückgekehrt sind. Das Abendessen wird serviert. Und immerzu zirpen die Zikaden.

Zur Verdauung spielen wir mit unseren Gästen erst Phase 10 und anschließend Kniffel, bevor der Großteil sich gen Heia schwingt. Ich für meinen Teil setze mich in meinen Liegestuhl und schreibe einen Brief – mit Hilfe einzig und allein des leuchtenden Vollmondes! :D Schon krass, was der hier für eine Power entwickelt, nachdem die Solarpower des Tages (das komplette Camp wird ausschließlich mit regenerativen Energien versorgt) uns verlassen hat…

Als am nächsten Morgen die Solarpower zurückkehrt, springe ich erst mal ins Wasser. Nach so einem Morgenschwimmerchen hat man sich sein Frühstück redlich verdient. Und zur Verdauung – gleich wieder ins Wasser.

Vorsicht - Kopf nicht am Kanu stoßen beim Hüpfen!
Bestens erfrischt machen wir uns auf die Dschungelwanderung, lernen über Jahrhunderte alte Bäume, champagnerglasartige Pilze und tödliche Feigenbäume. Was mein Hirn derzeit mit Infos überschwemmt wird grenzt schon fast an ein Masterstudium. Ist klar, dass ich da erst mal wieder schwimmen gehen muss, um einen kühlen Kopf zu bewahren.

Die Jump-Action-Pics muss Steffi mir noch schicken... wollt ihr nicht auf einen Sprung vorbei kommen?  :D
Ein leckeres Mittagessen später ist es Zeit, die Zelte abzubrechen. Im übertragenen Sinne. Tatsächlich bleiben die Zelte nämlich brav stehen und warten darauf, dass ich sie hoffentlich bald wieder besuchen möge… Und, ja, ich glaube, solche Trips könnte ich durchaus regelmäßig vertragen… ;)


P.S.: Die ersten Ansichtskarten sind unterwegs. Wer in zwei Wochen noch keine erhalten haben sollte, darf sich gerne um eine bewerben - und zwar auf postalischem Wege. ;) Man erreicht mich anscheinend unter:

Chris Kaiser
c/o Elephant Hills Co., Ltd.
170 Moo 7 Tambon Klong Sok
Panom District
Surat Thani, 84250
Thailand

Ich freue mich auf zahlreiche Zuschriften! :)